Amelungia war wie üblich wieder einmal sehr stark beim Pennälertag vertreten. Nach dem Besuch der Sitzungen durch Hopfi und Tiberius widmeten wir uns dem Budenleben in
Wien bei verschiedenen Kneipen und Zusammenkünften mit Kartellbrüdern.
Soweit so gut. Die Stimmung auf den Buden war im Allgemeinen sehr gut und auch die Kartellbrüder gaben sich große Mühe alle mit Stoff zu versorgen und den ein oder anderen Nahrungsmitteln.
Auch die Festkanzlei mit angeschlossenem PT Beisl war gut organisiert und die Highlights mit den 16er Buam sowie dem Duo Theur und Schlächt (welche in keinster Weise ihrem Namen ehre machten) machten das couleurstudentische Drumherum zu einem Erlebnis.
Kommen wir also zu den kritischen Punkten beim Pennälertag:
Festmesse in St. Augustin: Als wir kurz vor dem Beginn der Messe ankamen standen die Kartellbrüder bereits in einer Schlange vor der Tür. Die Kirche war für die Massen an Teilnehmern keineswegs ausgelegt. Heiß und stickig die Luft, viele Touristen die einen Blick auf unsere Chargierten erhaschen wollten erschwerten es zusätzlich in das Innere vorzudringen.
Wir mussten also notgedrungen in ein Lokal ausweichen und konnten nicht mitfeiern.
Nach der hl. Messe kamen dann die Chargierten zumindest geordnet nach Landesverbänden heraus, dies war aber auch schon die einzige Ordnung. Kraut und Rüben beschreibt nur Ansatzweise was wir dann erlebten. Alles liefen quer durcheinander, von einem geordnetem Dreierreihe gehen und nach Landesverbänden sortierter Marsch über den Ring keine Spur wie es eigentlich üblich wäre und der Bevölkerung zeigen würde das wir kein Chaotenhaufen sind der nur säuft.
Kommers: Nun, hier wiederholt es sich immer wieder: Wien ist defintiv anders. Begonnen wurde mit einem Auftakt durch das Duo Theur/Schlächt. Diesmal stimmte der Name leider. Geboten wurde uns eine Moderation mit Kochshow. Kaum einer hörte zu, konnte man aufgrund der schlechten Akustik auch schwer. Man fühlte sich wie auf einer Messe für Küchenartikel oder sonst was.
Die Chargierten standen zwar schon bereits 15min vor der Show bereit, dennoch wurde bis halb Acht fröhlich weiter gekocht.
Als dann nun endlich der Einzug statt fand konnte man aufgrund der Nebelmaschine (Disko) kaum irgendwas erkennen. Ein Glück das man das vor dem Kommers gemacht hat, sonst wäre wohl schlimmeres passiert bei den Chargierten. *g*
Einzug des Kommerspräsidiums zu den Klängen von Star Wars. Eine wunderbare Melody zum Einzug. :-(
Sitzplätze zu wenige vorhanden, Amelungia improvisierte und dachte an Dr. Falk der früher so weiße war Campingstühle mitzunehmen.
Bierpreise zum Glück halbwegs moderat, ansonsten hätten wir den Kommers kaum ertragen. Begonnen wurde nach dem ersten Allgemeinen mit einem Alt Wiener Lied das wohl nur der WStV kannte, der Rest schwieg. (nicht einmal die Melodie war geläufig)
Begrüßt wurden dann auch nur viele politische Vetreter (EU Wahl ist ja bald) sowie die Landesvorsitzenden. (Warum weicht man nur ab von der Tradition die Landesverbände zu begrüßen? - Ach ja, Wien ist anders, ich vergass)
So lief dann der Kommers auch weiter. Anstatt die Verbindung des Jahres zu ehren wurden die Schulsprecher aller Bundesländer mit einem Zipf geehrt. Akustisch natürlich auch kaum was zu verstehen.
Zum Auszug der Chargierten: Schön das man dem WStV die heimliche Hymne Österreichs "I'm from Austria" zugestand. Die anderen Landesverbände wurden dann mit Zeltmusik hinausgeleitet. (Anton aus Tirol usw...) Dies war in meinen Augen weder Würdevoll noch sonst etwas, hat aber schlussendlich zum Auftakt mit Kochshow gepasst. Mehr als ein Zeltfest war das ganze wohl nicht.
Dannach ging es munter weiter mit Disko im Kommershof. Stroboskope, Bunte Lichter, allein eine Diskokugel fehlte und in dieser Stimmung wollte man dann die Verbindung des Jahres küren und Ihr das Holzbrett mit Schläger überreichen. Wer's geworden ist entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn ich Disko und Volksfest wollte, hätte ich auch im Südburgenland bleiben können und eine Veranstaltung einer Freiwilligen Feuerwehr besuchen können.
Vielleicht denken einige anders darüber, dies spiegelt auch nur meine persönliche Meinung wieder und nicht die der Verbindung oder irgend eines Landesverbandes.
Fiducit HelloWien, mich wird Wien zu einem PT nicht mehr sehen.
Text: Ing. Thomas Schweiger v/o Daffy, AMI, KBF (im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten)
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